Alocasia ‘Dorayaki’ / ‘London Eye’ Albo Variegata – Pflege

Alocasia Dorayaki London Eye Albo Variegata mit samtigen, weiß panaschierten, runden Blättern
Diese Pflegetipps basieren auf unserer eigenen Erfahrung mit dieser Pflanze sowie auf mehreren unabhängigen Quellen, die wir verglichen haben. Da Standort, Lichtverhältnisse und Raumklima bei jedem zuhause anders sind, können die optimalen Werte bei dir leicht abweichen – nimm die Angaben als Orientierung, nicht als starre Regel.
Standort & Licht

Die Dorayaki möchte es hell, aber ohne direkte Mittagssonne – die verbrennt die samtigen, teils weißen Blattbereiche schnell. Ein Platz mit viel indirektem Licht, etwas abseits vom Fenster oder hinter einer Gardine, funktioniert gut. Steht sie zu dunkel, bildet sie lange, instabile Stiele und wirft ältere Blätter schneller ab, als neue nachkommen – ein klares Zeichen, dass mehr Helligkeit guttun würde.

Gießen

Gieße, sobald die obere Substratschicht (grob die oberen 2–3 cm) angetrocknet ist – der Wurzelballen sollte danach gleichmäßig feucht sein, aber nie durchnässt. Die Dorayaki reagiert auf beide Extreme empfindlich: Bei Staunässe drohen Knollen- und Wurzelfäule, bei zu trockener Erde hängen die Blätter schlaff herunter. Am besten mit zimmerwarmem, kalkarmem Wasser gießen. Im Herbst und Winter, wenn die Pflanze in eine ruhigere Phase übergeht, wird deutlich weniger gegossen als im Sommer.

Düngen

In der Wachstumsphase profitiert die Dorayaki von einer Gabe alle 2 bis 3 Wochen mit einem stark verdünnten Flüssigdünger (ein Viertel bis maximal die Hälfte der empfohlenen Menge). Als Orientierung für alle, die es genauer mögen: Für die Frydek-Linie, zu der die Dorayaki gehört, wird mehrfach ein pH-Wert von 5,5 bis 6,5 genannt. Einen sortenspezifischen EC-Wert konnten wir nicht finden, als grobe Näherung für Alocasien allgemein gelten aber eher niedrige 1,0 bis 1,5 mS/cm, da die Gattung als salzempfindlich gilt. Wie genau du dosierst, hängt vom jeweiligen Produkt ab – halte dich an die Verpackungsangabe statt an eine pauschale Regel, Überdüngung verzeiht diese Pflanze nicht gut. Anders als bei den Monstera- und Philodendron-Sorten in unserem Sortiment hat die Dorayaki eine echte, temperaturgesteuerte Ruhephase: Wird es im Herbst kühler und dunkler, fährt sie ihr Wachstum unabhängig vom Lichtangebot zurück. Deshalb wird die Düngung ab etwa Ende September komplett eingestellt, auch wenn die Pflanze unter einer Pflanzenlampe steht – eine zusätzliche Beleuchtung hebt diese Ruhephase bei der Dorayaki nicht auf.

Wir wechseln bei unseren eigenen Pflanzen bewusst zwischen verschiedenen Düngern – aktuell unter anderem COMPO COMPLETE, Foliage Focus, Liquid Gold Leaf und Hesi TNT-Complex, ergänzt bei Bedarf um Hesi Wurzel-Complex, Hesi PowerZyme und CalMag.

Substrat

Locker, humusreich und gut durchlässig sollte es sein, idealerweise leicht sauer – eine hochwertige Blumenerde mit einer oberen Schicht aus Pinienrinde oder eine klassische Aroid-Mischung aus Erde, Rinde und Perlit funktionieren gut. Manche Halter kultivieren Alocasien auch komplett in mineralischem Substrat (z. B. Pon), das gießt sich aber weniger intuitiv als Erde.

Luftfeuchtigkeit & Temperatur

Als samtblättrige “Jewel-Alocasia” gehört die Dorayaki zu den anspruchsvolleren Sorten in Sachen Luftfeuchtigkeit: Mindestens 60 %, besser 70 bis 80 % sollten es sein. Normale Wohnraumluft im Winter (oft nur 35–50 % bei Heizungsluft) reicht auf Dauer nicht aus – ein Gewächshaus, eine Vitrine oder ein Pflanzenschrank mit Luftbefeuchter sind hier die zuverlässigste Lösung. Direktes Besprühen der Blätter kann außerdem weiße Kalkflecken auf der samtigen Oberfläche hinterlassen, was bei dieser Sorte besonders auffällt – ein Luftbefeuchter oder eine Kiesschale sind daher ohnehin die bessere Wahl. Bei der Temperatur sind 18 bis 27 °C ideal, dauerhaft unter 15 °C sollte es nicht werden, Zugluft verträgt sie gar nicht.

Wachstum & Ruhephase

Die Dorayaki wächst aus einer Knolle heraus und hält meist nur eine begrenzte Anzahl Blätter gleichzeitig – dass ein älteres Blatt abstirbt, sobald ein neues erscheint, ist normal und kein Grund zur Sorge. Nur wenn mehrere Blätter gleichzeitig Probleme zeigen, lohnt sich ein genauerer Blick. Im Herbst und Winter reduziert die Pflanze ihr Wachstum spürbar, manchmal wirft sie auch mehrere Blätter ab – auch das ist bei ausreichend feuchtem, aber nicht nassem Substrat ein normaler Vorgang, aus dem sie im Frühjahr wieder austreibt.

Gut zu wissen

Wie alle Alocasien enthält auch die Dorayaki Calciumoxalat-Kristalle und ist für Haustiere und Kinder bei Verzehr reizend – am besten außer Reichweite platzieren.

Botanisch ist die Dorayaki (auch “London Eye” genannt) eine rundblättrige Mutation der Alocasia Frydek mit ausgeprägterer Blattäderung, diese Albo-Variante zeigt zusätzlich weiße Panaschierung. Wegen der samtigen Blattoberfläche und der hohen Luftfeuchtigkeit, die sie braucht, neigt sie stärker zu Thripsen und Spinnmilben als robustere Zimmerpflanzen – regelmäßige Kontrolle der Blattunterseiten lohnt sich.

Aktuell ist die panaschierte Albo-Variante der Dorayaki in Europa kaum erhältlich und dadurch derzeit sehr selten im Handel zu finden.