Alocasia ‘Maharani’ – Pflege

Alocasia 'Maharani' mit dicken, ledrigen, grau-grünen Blättern mit tief eingeschnittener, drachenhautähnlicher Textur
Die folgenden Angaben beruhen auf eigener Erfahrung und dem Abgleich mehrerer unabhängiger deutscher und englischer Quellen. Da Standort, Licht und Raumklima bei jedem zuhause etwas anders ausfallen, dienen sie als Orientierung und nicht als starre Vorgabe.
Standort & Licht

Ein heller Platz mit reichlich indirektem Licht bringt die markante, drachenhautähnliche Blattstruktur dieser Alocasia am besten zur Geltung. Direkte Sonne, besonders zur Mittagszeit, führt schnell zu unschönen braunen Verbrennungen auf den dicken, ledrigen Blättern. Fehlt es dagegen an Licht, wird der Wuchs schlaksig und die typische Struktur tritt weniger klar hervor. Als Richtwerte für die Gattung liegen Alocasien allgemein bei etwa 150 bis 350 µmol/m²/s PAR (PPFD), was bei 10 bis 12 Stunden Beleuchtung einem DLI von ungefähr 6,5 bis 15 mol/m²/Tag entspricht.

Gießen

Gegossen wird mäßig, sobald die obersten 2 bis 3 cm des Substrats trocken sind – der Ballen sollte danach gleichmäßig feucht sein, aber nie durchnässt stehen. Staunässe verzeiht diese Alocasia kaum und reagiert darauf mit fauligen Wurzeln bzw. einer weichen Knollenbasis. Zimmerwarmes, kalkarmes Wasser wird deutlich besser vertragen als hartes Leitungswasser, überschüssiges Wasser im Untersetzer sollte immer entfernt werden.

Düngen

Wie die meisten Alocasien zählt auch die ‘Maharani’ zu den Starkzehrern – in der Wachstumsphase darf etwa alle 1 bis 2 Wochen mit einem stark verdünnten Flüssigdünger gedüngt werden, gerne bei jedem oder jedem zweiten Gießen. Als Richtwerte für die Gattung gelten ein pH-Bereich von etwa 5,5 bis 6,5 sowie eine Leitfähigkeit des Gießwassers von grob 1,0 bis 2,0 mS/cm; halte dich bei der genauen Dosierung an die Herstellerangabe. Steht die Pflanze im Herbst und Winter nur am Fenster, wird durch das schwächere Licht seltener bzw. gar nicht gedüngt; unter ganzjährig ausreichend hellem Pflanzenlicht kann dagegen im gewohnten, häufigen Rhythmus weitergedüngt werden.

Wir wechseln bei unseren eigenen Pflanzen bewusst zwischen verschiedenen Düngern – aktuell unter anderem COMPO COMPLETE, Foliage Focus, Liquid Gold Leaf und Hesi TNT-Complex, ergänzt bei Bedarf um Hesi Wurzel-Complex, Hesi PowerZyme und CalMag.

Substrat

Eine nährstoffreiche, aber gut durchlässige Mischung aus Blumenerde, Perlit und etwas Orchideenrinde kommt dieser Alocasia entgegen. Wichtig ist ein Topf mit ausreichend Abzugslöchern, damit überschüssiges Wasser zügig abziehen kann und die Knolle nicht dauerhaft in Feuchtigkeit steht.

Luftfeuchtigkeit & Temperatur

Normale Wohnraumluft von 40 bis 50 % wird toleriert, richtig wohl fühlt sich die ‘Maharani’ aber erst bei Werten zwischen 60 und 80 %, wie sie etwa in einer kleinen Pflanzenvitrine oder einem Gewächshausschrank herrschen. Ein Luftbefeuchter oder eine Kiesschale können bei normaler Raumluft nachhelfen. Bei der Temperatur liegt der Wohlfühlbereich zwischen 18 und 27 °C, kalte Zugluft und Temperaturen unter 15 °C sollten vermieden werden.

Wachstum & Ruhephase

Aus der knolligen Basis wächst die ‘Maharani’ kompakt und aufrecht, mit dicken, tief geäderten Blättern, deren Unterseite oft in einem satten Bordeauxrot schimmert – ein hübscher Kontrast zur grau-grünen Blattoberseite. Wächst sie im Herbst und Winter nur am Fenster, verlangsamt sich das Wachstum durch das schwächere Licht spürbar, und einzelne ältere Blätter können abgeworfen werden; unter ganzjährig ausreichend hellem Pflanzenlicht bleibt der Wuchs dagegen meist stabil. Insgesamt bleibt diese Sorte deutlich kleiner als viele andere Alocasien und übersteigt selbst ausgewachsen kaum 30 bis 40 cm.

Gut zu wissen

Alocasia ‘Maharani’ ist eine gezielt gezüchtete Hybride aus Alocasia reginula und Alocasia melo und zählt damit, wie z.B. auch Alocasia ‘Dragon Scale’ oder Alocasia cuprea, zu den sogenannten Jewel-Alocasien – einer informellen Bezeichnung für kompakt bleibende Alocasien mit besonders strukturierter Blattoberfläche. Panaschierte Formen wie ‘Maharani’ Albo oder ‘Maharani’ Aurea sind eigene Zuchtformen mit teils abweichenden Lichtansprüchen und werden hier nicht behandelt.

Wie alle Aroideen enthält auch diese Alocasia Calciumoxalat-Kristalle und ist für Haustiere und Kinder bei Verzehr reizend – am besten außer Reichweite platzieren. Regelmäßige Kontrolle der Blattunterseiten lohnt sich zudem, da Spinnmilben besonders bei zu trockener Luft zu den häufigeren Problemen bei dieser Sorte zählen.