Begonia ‘Black Mountain’ – Pflege
Standort & Licht
Hell bis halbschattig mit viel indirektem Licht lässt die Black Mountain am kräftigsten wachsen und bringt die tiefdunkle, fast schwarze Blattfarbe am besten zur Geltung. Etwas milde Morgen- oder Abendsonne wird meist vertragen, pralle Mittagssonne solltest du trotzdem meiden, da sie die Farbintensität der Blätter mindern und im schlimmsten Fall zu Verbrennungen führen kann. Fehlt es an Licht, verblasst die dunkle Färbung und die Pflanze neigt zu schlaksigem, langgezogenem Wuchs.
Gießen
Gieße, sobald sich die obere Substratschicht bereits etwas trocken anfühlt – der Ballen sollte danach gleichmäßig feucht sein, aber nie durchnässt. Die Black Mountain reagiert empfindlich auf Staunässe und neigt bei dauerhaft nassem Substrat schnell zu Wurzelfäule. Gieße dabei direkt an der Basis der Pflanze statt über die stark texturierten, samtigen Blätter, da Wasser auf dem Laub schnell zu unschönen Flecken oder Fäulnisstellen führt. Im Herbst und Winter, wenn das Wachstum nachlässt, wird spürbar weniger gegossen.
Düngen
In der Wachstumsphase reicht der Black Mountain eine Gabe alle 3 bis 4 Wochen mit einem stark verdünnten Flüssigdünger (ein Viertel bis maximal die Hälfte der empfohlenen Menge), da Begonien allgemein empfindlich auf hohe Salzkonzentrationen im Substrat reagieren. Als grobe Näherung gelten für Begonien ein pH-Wert von etwa 5,2 bis 6,0 sowie eher niedrige 0,5 bis 1,3 mS/cm. Halte dich bei der genauen Dosierung an die Herstellerangabe auf der jeweiligen Verpackung. Steht die Pflanze im Herbst und Winter nur am Fenster, wird das Licht schwächer und die Düngung entsprechend reduziert bzw. pausiert; wächst sie dagegen ganzjährig unter ausreichend hellem Pflanzenlicht, kann der gewohnte Rhythmus beibehalten werden, ohne zusätzlich zu kürzen.
Wir wechseln bei unseren eigenen Pflanzen bewusst zwischen verschiedenen Düngern – aktuell unter anderem COMPO COMPLETE, Foliage Focus, Liquid Gold Leaf und Hesi TNT-Complex, ergänzt bei Bedarf um Hesi Wurzel-Complex, Hesi PowerZyme und CalMag.
Substrat
Ein lockeres, luftiges und gut durchlässiges Substrat kommt der Black Mountain am meisten entgegen – eine torfarme, gut drainierende Blumenerde mit etwas Perlit funktioniert gut und beugt Staunässe an den Wurzeln vor. Ein zu großer Topf sollte vermieden werden, da das Substrat darin länger feucht bleibt, als es dieser Begonie guttut.
Luftfeuchtigkeit & Temperatur
Anders als viele echte Terrarium-Begonien kommt die Black Mountain auch mit normaler Wohnraumluft im Bereich von 40 bis 50 % grundsätzlich zurecht, wächst aber bei mittlerer bis hoher Luftfeuchtigkeit zwischen 50 und 70 % spürbar kräftiger und mit satterer Blattfarbe. Ein Luftbefeuchter oder ein Platz mit gleichmäßig höherer Feuchtigkeit hilft entsprechend nach, ein Terrarium ist aber nicht zwingend nötig. Auf direktes Besprühen der Blätter solltest du verzichten, da sich Wassertropfen auf der samtigen, dunklen Oberfläche schnell als Flecken abzeichnen. Bei der Temperatur liegt der Wohlfühlbereich zwischen 18 und 24 °C; stabile Bedingungen ohne größere Schwankungen halten die Blattfarbe am kräftigsten und beugen Blattverlust vor.
Wachstum & Form
Die Black Mountain wächst rhizomatös, also über einen kriechenden, bodennahen Erdspross, und bildet dabei einen kompakten, buschig-gedrungenen Wuchs. Die stark texturierte, genarbte Blattoberfläche mit ihrem samtigen Schimmer entwickelt sich mit zunehmendem Alter der Blätter oft noch intensiver in der Farbe. Als Jungpflanze im Handel liegt die Höhe meist bei etwa 15 cm; wie groß ausgewachsene, gut etablierte Exemplare werden, ist nicht einheitlich dokumentiert. Eine ausgeprägte Ruhephase ist nicht bekannt, im Winter wächst sie aber spürbar langsamer.
Gut zu wissen
Wie viele Begonien enthält auch die Black Mountain Calciumoxalat-Kristalle und kann bei Verzehr zu Reizungen führen – am besten außer Reichweite von Kindern und Haustieren platzieren.
Botanisch handelt es sich bei der Black Mountain um eine Zuchtform, die vermutlich aus einer Kreuzung von Begonia dracopelta und Begonia baik hervorgegangen ist. Charakteristisch ist die stark gewölbte, genarbte (“bullate”) Blattoberfläche mit einem samtig wirkenden Schimmer, die je nach Lichteinfall zwischen tiefem Dunkelgrün und nahezu Schwarz changiert.
Regelmäßige Kontrolle der Blattunterseiten lohnt sich, da Spinnmilben und Mehltau besonders bei zu trockener oder zu stickiger Luft auftreten können.