Philodendron ‘Felix’ – Pflege
Standort & Licht
Ein heller Platz mit gefiltertem, indirektem Licht bringt die glänzende Blattoberfläche und die tiefen Riffelungen von ‘Felix’ am besten zur Geltung. Mit etwas weniger Licht kommt die Pflanze zwar zurecht, dieser ohnehin schon gemächliche Wachser wird dabei aber noch spürbar langsamer. Direkte Mittagssonne sollte vermieden werden, da sie auf den dunklen Blättern schnell zu hellen Brandflecken führt. Als grobe Orientierung liegt der geeignete Bereich bei etwa 100 bis 200 µmol/m²/s PAR (PPFD), was einem DLI von ungefähr 4 bis 8 mol/m²/Tag entspricht.
Gießen
Sobald sich die oberen 3 bis 4 cm des Substrats trocken anfühlen, wird wieder gegossen – der Ballen sollte danach gleichmäßig feucht sein, ohne dass Wasser im Topf steht. Dauerhafte Nässe verträgt diese Philodendron-Hybride nicht gut und reagiert mit Wurzelfäule, ein komplettes Austrocknen dagegen mit schlaffen Blättern. In der kühleren Jahreszeit, wenn das Wachstum ohnehin nachlässt, wird spürbar seltener gegossen.
Düngen
Weil ‘Felix’ ohnehin nur gemächlich wächst, reicht eine stark verdünnte Düngergabe alle 4 bis 6 Wochen während der Wachstumsphase völlig aus – häufigeres Düngen beschleunigt den Wuchs bei dieser Sorte kaum, erhöht aber das Risiko von Nährsalzschäden an den Wurzeln. Als Richtwerte gelten für Philodendren allgemein ein pH-Bereich von etwa 5,5 bis 6,5 sowie eine Leitfähigkeit des Gießwassers von grob 1,0 bis 1,5 mS/cm; halte dich bei der genauen Dosierung an die Herstellerangabe. Steht die Pflanze im Herbst und Winter nur am Fenster, wird durch das nachlassende Licht seltener bzw. gar nicht gedüngt; wächst sie dagegen ganzjährig unter ausreichend hellem Pflanzenlicht weiter, kann im gewohnten Rhythmus weitergedüngt werden.
Wir wechseln bei unseren eigenen Pflanzen bewusst zwischen verschiedenen Düngern – aktuell unter anderem COMPO COMPLETE, Foliage Focus, Liquid Gold Leaf und Hesi TNT-Complex, ergänzt bei Bedarf um Hesi Wurzel-Complex, Hesi PowerZyme und CalMag.
Substrat
Eine grobstückige, luftige Mischung aus Blumenerde, Orchideenrinde und Perlit gibt den Wurzeln genug Halt und Sauerstoff, ohne dass sich Nässe staut. Ein Moosstab oder eine kleine Rankhilfe unterstützt die kletternde Wuchsform und regt zur Bildung größerer, stärker geriffelter Blätter an, sobald die Pflanze daran hochwächst.
Luftfeuchtigkeit & Temperatur
Normale Wohnraumluft von 40 bis 50 % reicht ‘Felix’ grundsätzlich aus, bei Werten ab etwa 60 % zeigt sich das Wachstum aber merklich kräftiger und die Blätter bleiben länger makellos. Ein Luftbefeuchter oder eine Kiesschale können bei Bedarf nachhelfen. Bei der Temperatur liegt der Wohlfühlbereich zwischen 18 und 27 °C, kalte Zugluft und Temperaturen unter 15 °C sollten vermieden werden.
Wachstum & Rankhilfe
‘Felix’ wächst als kletternde Aroide mit großen, dunkelgrün glänzenden Blättern, die von hellen Blattadern durchzogen und von tiefen, welligen Riffelungen geprägt sind – ein Merkmal, das der Pflanze ihre plastisch wirkende, fast strukturierte Textur verleiht. An einem Moosstab geführt, werden die Blätter mit der Zeit spürbar größer als bei frei hängendem Wuchs. Wer schnelle Erfolge erwartet, sollte etwas Geduld mitbringen: Diese Sorte zählt zu den eher langsamer wachsenden Philodendron-Hybriden, dafür überzeugt jedes neue Blatt mit seiner ausgeprägten Struktur.
Gut zu wissen
Philodendron ‘Felix’ ist botanisch bislang nicht offiziell beschrieben – im Handel wird die Sorte daher meist als Hybride oder unter der Bezeichnung Philodendron sp. “Felix” geführt. Ursprünglich stammt sie aus Ecuador, die genaue Abstammung ist nicht abschließend dokumentiert.
Wie alle Aroideen enthält auch diese Pflanze Calciumoxalat-Kristalle und ist für Haustiere und Kinder bei Verzehr reizend – am besten außer Reichweite platzieren. Regelmäßige Kontrolle der Blattunterseiten lohnt sich zudem, da Spinnmilben und Wollläuse zu den häufigeren Problemen bei Philodendren zählen.