Philodendron ‘Florida Ghost’ – Pflege

Philodendron 'Florida Ghost' mit tief gelapptem Blatt, das jung geisterhaft weiß austreibt und mit der Zeit nachgrünt
Die folgenden Angaben stammen aus eigener Erfahrung und dem Abgleich mehrerer unabhängiger deutscher und englischer Quellen. Da Standort, Licht und Raumklima bei jedem zuhause etwas anders ausfallen, dienen sie als Orientierung und nicht als starre Vorgabe.
Standort & Licht

Helles, indirektes und gut gefiltertes Licht bringt die geisterhaft weißen Jungblätter dieses Philodendrons am schönsten zur Geltung – ein Ost- oder Westfenster mit etwas Abstand passt gut, an einem Südfenster hilft ein dünner Vorhang. Direkte Sonne verbrennt die besonders hellen, chlorophyllarmen Jungblätter schnell, zu dunkel gestellt wird der Wuchs dagegen zäher.

Gießen

Sobald die obersten 2 bis 3 cm des Substrats trocken sind, wird gründlich durchdringend gegossen – meist reicht das in der Wachstumsphase etwa einmal pro Woche. Im Winter darf die Erde zwischen den Wassergaben ruhig etwas länger antrocknen. Staunässe im Topf sollte konsequent vermieden werden, überschüssiges Wasser daher immer abgießen.

Düngen

In der Wachstumsphase von Frühjahr bis Sommer reicht ein gut verdünnter Flüssigdünger etwa alle 2 bis 4 Wochen aus, im Herbst und Winter wird die Düngung eingestellt. Als Richtwerte für die Gattung gelten ein pH-Wert von etwa 5,5 bis 6,5 sowie eine Leitfähigkeit des Gießwassers von grob 1,0 bis 2,0 mS/cm. Steht die Pflanze im Herbst und Winter nur am Fenster, wird durch das schwächere Licht ohnehin nicht mehr gedüngt; unter ganzjährig heller Pflanzenlampen-Beleuchtung kann dagegen etwas länger im normalen Rhythmus weitergedüngt werden.

Wir wechseln bei unseren eigenen Pflanzen bewusst zwischen verschiedenen Düngern – aktuell unter anderem COMPO COMPLETE, Foliage Focus, Liquid Gold Leaf und Hesi TNT-Complex, ergänzt bei Bedarf um Hesi Wurzel-Complex, Hesi PowerZyme und CalMag.

Substrat

Ein lockeres, luftiges Aroiden-Substrat aus Orchideenrinde, Perlit und etwas Kokosfaser oder Torfmoos sorgt für die richtige Durchlässigkeit. Ein Topf mit gutem Wasserabzug ist wichtig, umgetopft wird meist alle 12 bis 24 Monate, sobald die Wurzeln aus den Abzugslöchern wachsen oder der Wurzelballen dicht wird.

Luftfeuchtigkeit & Temperatur

Mit normaler Wohnraumluft kommt dieser Philodendron gut zurecht, ab etwa 50 bis 70 % Luftfeuchtigkeit wirken die charakteristischen hellen Jungblätter aber noch leuchtender und der Wuchs insgesamt vitaler. In beheizten Räumen im Winter kann die Luft schnell zu trocken werden, ein Luftbefeuchter oder ein Platz zusammen mit anderen Pflanzen hilft hier zusätzlich. Bei der Temperatur liegt der Wohlfühlbereich zwischen 18 und 27 °C, unter 15 °C wird das Wachstum spürbar langsamer.

Wachstum & Rankhilfe

Namensgebend ist die auffällige Blattentwicklung: Neue Blätter entrollen sich fast gespenstisch weiß aus ihrem Kokon, hellen zunächst zu Gelbgrün auf und dunkeln schließlich zu einem satten, glänzenden Grün nach – auf ein und derselben Pflanze zeigen sich so oft mehrere Farbstadien gleichzeitig. Als kletternder Philodendron entwickelt er an einer Moosstange größere, tiefer gelappte Blätter als im freien Wuchs. Bei reiner Fensterhaltung im Herbst und Winter verlangsamt sich das Wachstum durch das schwächere Licht spürbar; unter ganzjährig heller Pflanzenlampen-Beleuchtung bleibt der Wuchs dagegen weitgehend gleichmäßig.

Gut zu wissen

‘Florida Ghost’ gehört zur Gruppe der ‘Florida’-Hybriden, die in der Kultur meist auf eine Kreuzung aus der Mitte des 20. Jahrhunderts zurückgeführt wird; ein zweifelsfrei dokumentierter botanischer Ursprung besteht aber nicht. Unter demselben Namen wird gelegentlich auch die grünblättrige Ausgangsform ‘Florida’ ohne die typischen weißen Jungblätter verkauft – ein echter ‘Ghost’ zeigt das namensgebende, geisterhafte Weiß zuverlässig bei jedem neuen Blatt.

Wie alle Aroideen enthält auch dieser Philodendron Calciumoxalat-Kristalle und ist für Haustiere und Kinder bei Verzehr reizend – am besten außer Reichweite platzieren.