Syngonium ‘Pink Rolli’ – Pflege
Unsere eigene Syngonium Pink Rolli – dein Exemplar kann in Farbintensität und Einrollung leicht abweichen.
Standort & Licht
Die Pink Rolli möchte es hell, direkte Sonne verträgt sie aber nicht – die verbrennt die empfindlichen, rosafarbenen Blattbereiche recht schnell. Ein Platz am Ost- oder Westfenster mit viel indirektem Licht ist ideal. Die Farbintensität hängt dabei stark vom Lichtangebot ab: Je heller der Standort, desto kräftiger bleibt das Rosa. An einem halbschattigeren Platz wächst sie zwar weiter, verliert dabei aber etwas von ihrer Farbtiefe und neigt zu längeren, dünneren Trieben auf der Suche nach mehr Licht.
Gießen
Gieße, wenn die obere Substratschicht (grob die oberen 2–3 cm) angetrocknet ist – der Rest des Wurzelballens darf dabei gleichmäßig leicht feucht bleiben. Staunässe verträgt die Pink Rolli nicht gut und reagiert empfindlicher darauf als auf zu trockene Erde, deshalb im Zweifel eher sparsam gießen. Hängende, schlaffe Blätter sind meist ein Zeichen für Durst und richten sich nach dem Gießen normalerweise schnell wieder auf.
Düngen
In der Wachstumsphase im Frühling und Sommer verträgt die Pink Rolli eine Gabe alle 2 bis 4 Wochen mit einem ausgewogenen, verdünnten Flüssigdünger gut. Wie genau du dosierst, hängt vom jeweiligen Produkt ab – halte dich an die Verpackungsangabe statt an eine pauschale Regel. Im Winter reicht es, die Düngergaben spürbar zurückzunehmen, weil das Wachstum bei reinem Fensterlicht in dieser Zeit nachlässt. Steht die Pflanze dagegen unter einer Pflanzenlampe mit ausreichend Tagesstunden, bleibt sie auch im Winter aktiver, sodass sich ein normaler, wenn auch weiterhin maßvoller Düngerhythmus anbietet.
Wir wechseln bei unseren eigenen Pflanzen bewusst zwischen verschiedenen Düngern – aktuell unter anderem COMPO COMPLETE, Foliage Focus, Liquid Gold Leaf und Hesi TNT-Complex, ergänzt bei Bedarf um Hesi Wurzel-Complex, Hesi PowerZyme und CalMag.
Substrat
Locker und gut durchlässig sollte es sein – eine Aroid-Mischung aus z. B. Kokoserde, Perlit, Kokosbrocken und etwas Pinienrinde hat sich bewährt. Schwere, verdichtende Erde begünstigt Staunässe und damit Wurzelfäule.
Luftfeuchtigkeit & Temperatur
Eine Luftfeuchtigkeit von 50 bis 70 % kommt der Blattqualität zugute, normale Wohnraumluft wird aber ebenfalls vertragen, auch wenn die Blattspitzen dann eher mal knusprig werden können. Besprühen erhöht die Luftfeuchtigkeit dabei kaum spürbar und nur für wenige Minuten, gleichzeitig bleiben die Blätter dabei feucht, was ein guter Nährboden für Pilze und Bakterien sein kann, besonders bei schlechter Luftzirkulation. Ein Luftbefeuchter, eine Kiesschale mit Wasser oder eine Pflanzengruppierung erhöhen die Luftfeuchtigkeit dagegen dauerhaft und zuverlässiger, ohne die Blätter nass zu machen. Temperaturen zwischen 18 und 27 °C sind ideal, Zugluft und starke Temperaturschwankungen sollte sie möglichst nicht abbekommen.
Wachstum & Rankhilfe
Jung wächst die Pink Rolli noch recht kompakt und aufrecht, mit der Zeit neigt sie zunehmend zum Kriechen oder Klettern – eine kleine Rankhilfe kann helfen, sie in eine bestimmte Richtung zu lenken, ist aber nicht zwingend nötig. Namensgebend ist die charakteristische, leichte Einrollung der herzförmigen Blätter, die die rosa Oberseite betont und die grüne Unterseite zeigt – das wird mit zunehmender Reife der Pflanze deutlicher ausgeprägt und ist ein normales, gewolltes Merkmal dieser Sorte.
Gut zu wissen
Wie die meisten Aronstabgewächse enthält auch die Pink Rolli Calciumoxalat-Kristalle und ist für Haustiere und Kinder bei Verzehr reizend – am besten außer Reichweite platzieren.
Wichtig zur Unterscheidung: Die sanfte, dauerhafte Einrollung der Blätter (siehe Wachstum) ist normal für diese Sorte. Rollen sich die Blätter dagegen plötzlich stärker ein, wirken schlaff oder verändern ihre Farbe, ist das eher ein Stresssignal – meist durch falsches Gießen, zu trockene Luft oder Temperaturschwankungen ausgelöst, und sollte dann als Anlass genommen werden, den Standort oder die Pflege zu überprüfen.