Alocasia ‘Teletubbies’ – Pflege

Alocasia Teletubbies mit dicken, glänzenden, paddelförmigen Blättern und gewellten Blatträndern
Diese Pflegetipps basieren auf unserer eigenen Erfahrung mit dieser Pflanze sowie auf mehreren unabhängigen Quellen, die wir verglichen haben. Da Standort, Lichtverhältnisse und Raumklima bei jedem zuhause anders sind, können die optimalen Werte bei dir leicht abweichen – nimm die Angaben als Orientierung, nicht als starre Regel.
Standort & Licht

Als kompakter Ableger der kräftig wachsenden Stingray/Loco-Linie verträgt die Alocasia Teletubbies mehr Licht als die meisten anderen Alocasien und darf ruhig hell bis sehr hell stehen, gerne nah an einem Ost- oder Südfenster. Sanfte Morgen- oder Abendsonne wird meist vertragen, pralle Mittagssonne hinter Glas solltest du trotzdem meiden, da auch ihre dicken, glänzenden Blätter dabei verbrennen können. Steht sie zu dunkel, werden die Blattstiele dünn und weich und der kompakte, aufrechte Wuchs geht verloren.

Gießen

In der Wachstumsphase ist die Teletubbies durstiger als viele kleinblättrige Alocasien – gieße, sobald die obere Hälfte des Substrats angetrocknet ist, und halte den Ballen danach gleichmäßig feucht, aber nie durchnässt. Zimmerwarmes, kalkarmes Wasser wird am besten vertragen, überschüssiges Wasser in Untersetzer oder Übertopf immer abgießen, da Staunässe die Wurzeln schnell schädigt. Im Herbst und Winter, wenn das Wachstum nachlässt, wird spürbar seltener gegossen.

Düngen

Wegen ihrer großzügigen, dicken Blattmasse und ihres zügigen Wachstums zählt die Teletubbies zu den Starkzehrern unter den Alocasien – in der Wachstumsphase reicht meist eine Gabe alle 1 bis 2 Wochen mit einem stark verdünnten Flüssigdünger (ein Viertel bis maximal die Hälfte der empfohlenen Menge), da die Gattung trotz des kräftigen Wuchses salzempfindlich bleibt. Als grobe Näherung gelten für Alocasien allgemein ein pH-Wert von etwa 5,5 bis 6,5 sowie eher niedrige 1,0 bis 1,5 mS/cm. Halte dich bei der genauen Dosierung an die Herstellerangabe auf der jeweiligen Verpackung. Steht die Teletubbies im Herbst und Winter nur am Fenster, wird das Licht schwächer und die Düngung entsprechend reduziert bzw. pausiert; wächst sie dagegen ganzjährig unter einer ausreichend hellen Pflanzenlampe, kann der gewohnte Rhythmus beibehalten werden, ohne zusätzlich zu kürzen.

Wir wechseln bei unseren eigenen Pflanzen bewusst zwischen verschiedenen Düngern – aktuell unter anderem COMPO COMPLETE, Foliage Focus, Liquid Gold Leaf und Hesi TNT-Complex, ergänzt bei Bedarf um Hesi Wurzel-Complex, Hesi PowerZyme und CalMag.

Substrat

Ein lockeres, nährstoffreiches und trotzdem gut durchlässiges Substrat kommt der Teletubbies am meisten entgegen – eine Aroid-Mischung aus Blumenerde, grober Rinde und Perlit funktioniert gut. Da sie recht kräftig wurzelt und zügig wächst, darf der Topf etwas großzügiger bemessen sein als bei kompakten Jewel-Alocasien, sollte aber trotzdem nicht überdimensioniert sein, damit das Substrat nach dem Gießen zuverlässig abtrocknet.

Luftfeuchtigkeit & Temperatur

Mit normaler Wohnraumluft im Bereich von 40 bis 50 % kommt die Teletubbies erstaunlich gut zurecht – deutlich gelassener als viele empfindliche Jewel-Alocasien. Etwas mehr Feuchtigkeit, ab etwa 60 %, wird dennoch mit kräftigeren, saftigeren Blättern belohnt. Ein Luftbefeuchter oder eine Kiesschale bieten eine zuverlässige Möglichkeit, die Werte bei Bedarf anzuheben. Bei der Temperatur liegt der Wohlfühlbereich zwischen 18 und 27 °C, kalte Zugluft und dauerhaft niedrigere Temperaturen führen schnell zu Wachstumsstillstand.

Wachstum & Form

Die Teletubbies bleibt deutlich kompakter als ihre großwüchsigen Verwandten Stingray und Loco und bildet stattdessen dicke, aufrecht stehende, paddelförmige Blätter mit gewellten, leicht gedrehten Rändern auf kräftigen Stielen – daher auch der verspielte Name. Eine echte, temperaturgesteuerte Winterruhe hält sie bei normaler Zimmertemperatur nicht – ausschlaggebend ist vor allem das Lichtangebot. Steht sie im Herbst und Winter nur am Fenster, verlangsamt das schwächere Tageslicht das Wachstum spürbar; wächst sie dagegen ganzjährig unter einer ausreichend hellen Pflanzenlampe, bleibt das Wachstum meist auch im Winter stabil.

Gut zu wissen

Wie alle Alocasien enthält auch die Teletubbies Calciumoxalat-Kristalle und ist für Haustiere und Kinder bei Verzehr reizend – am besten außer Reichweite platzieren.

Botanisch gilt die Teletubbies als spontane Mutation innerhalb der Alocasia macrorrhizos-Zuchtlinie, vermutlich verwandt mit den bekannteren Sorten ‘Stingray’ oder ‘Loco’ – die genaue Abstammung ist unter Züchtern noch nicht abschließend geklärt. Ihren Namen verdankt sie den dicken, kugelig-gewellten Blattformen, die entfernt an die Antennen der gleichnamigen Kinderserien-Figuren erinnern.

Regelmäßige Kontrolle der Blattunterseiten lohnt sich, da Schild- und Spinnmilben besonders bei trockener Heizungsluft im Winter auftreten können.