Alocasia plumbea ‘Flying Squid’ – Pflege
Standort & Licht
Diese Alocasia braucht spürbar mehr Licht als so manche ihrer breitblättrigen Verwandten, um die skurrile Wuchsform mit den fadendünnen Blattspreiten kräftig auszubilden – ein Platz an einem hellen West- oder leicht abgeschirmten Südfenster passt gut, pralle Mittagssonne aber besser meiden. Steht sie zu dunkel, verliert sie schnell an Blättern, da die Pflanze nur so viel Laub hält, wie das vorhandene Licht auch versorgen kann. Als Richtwerte für die Gattung gelten bei dieser Art etwa 150 bis 300 µmol/m²/s PAR (PPFD), was einem DLI von ungefähr 6 bis 12 mol/m²/Tag entspricht.
Gießen
Die obersten 3 bis 5 cm des Substrats dürfen zwischen den Wassergaben antrocknen, danach wird gleichmäßig durchdringend gegossen. Je nach Jahreszeit und Lichtverhältnissen ist das etwa alle 7 bis 10 Tage der Fall, im Winter entsprechend seltener. Überschüssiges Wasser sollte nie im Untersetzer stehen bleiben, da die Pflanze auf dauerhaft nasse Wurzeln mit Fäulnis reagiert.
Düngen
Wie die meisten Alocasien zählt auch ‘Flying Squid’ zu den Starkzehrern und darf in der Wachstumsphase etwa alle 1 bis 2 Wochen mit einem stark verdünnten Flüssigdünger versorgt werden. Als Richtwerte für die Gattung gelten ein pH-Wert von etwa 5,5 bis 6,5 sowie eine Leitfähigkeit des Gießwassers von grob 1,0 bis 1,5 mS/cm. Steht die Pflanze im Herbst und Winter nur am Fenster, wird durch das schwächere Licht seltener bzw. gar nicht gedüngt; unter ganzjährig heller Pflanzenlampen-Beleuchtung kann dagegen im gewohnten Rhythmus weitergedüngt werden.
Wir wechseln bei unseren eigenen Pflanzen bewusst zwischen verschiedenen Düngern – aktuell unter anderem COMPO COMPLETE, Foliage Focus, Liquid Gold Leaf und Hesi TNT-Complex, ergänzt bei Bedarf um Hesi Wurzel-Complex, Hesi PowerZyme und CalMag.
Substrat
Eine grobstückige, gut durchlässige Aroiden-Mischung aus Orchideenrinde, Perlit und etwas Kokosfaser sorgt für ausreichend Luft an den Wurzeln und lässt überschüssiges Wasser zügig abziehen. Ein Topf mit gutem Wasserabzug ist bei dieser Alocasia Pflicht, damit die Wurzeln nicht dauerhaft in Feuchtigkeit stehen.
Luftfeuchtigkeit & Temperatur
Normale Wohnraumluft reicht dieser Alocasia grundsätzlich aus, ab etwa 60 % Luftfeuchtigkeit wird sie aber merklich vitaler und bildet fülligere, kräftigere Triebe aus. Ein Platz zusammen mit anderen Pflanzen oder ein kleiner Luftbefeuchter in der Nähe kann hier zusätzlich helfen, ist aber kein Muss. Bei der Temperatur liegt der Wohlfühlbereich zwischen 18 und 28 °C, unter etwa 15 °C wird das Wachstum spürbar langsamer.
Wachstum & Ruhephase
Statt breiter Blattspreiten bildet diese Mutante lange, oft spiralig gedrehte Blattstiele mit nur noch fadenartig reduzierten Spreiten aus – ein optisch ungewöhnliches Erscheinungsbild, das der Pflanze ihren Namen verleiht. Der Wuchs bleibt insgesamt kompakt und eignet sich gut für kleinere Fensterbänke oder Regale. Bei reiner Fensterhaltung im Herbst und Winter verlangsamt sich das Wachstum durch das schwächere Licht spürbar und einzelne ältere Blätter können abgeworfen werden; unter ganzjährig heller Pflanzenlampen-Beleuchtung bleibt der Wuchs dagegen weitgehend gleichmäßig.
Gut zu wissen
‘Flying Squid’ ist eine spontan aufgetretene Mutation von Alocasia plumbea, bei der sich die Blattspreite auf dünne, tentakelartige Fäden reduziert hat, statt die gewohnte breite Blattfläche auszubilden – daher der Name. Wie bei anderen Alocasien wächst sie aus einem unterirdischen Rhizom, an dem sich mit der Zeit neue Triebe bilden können; dieses sollte beim Umtopfen nicht beschädigt oder entfernt werden.
Wie alle Aroideen enthält auch diese Alocasia Calciumoxalat-Kristalle und ist für Haustiere und Kinder bei Verzehr reizend – am besten außer Reichweite platzieren.