Epipremnum amplissimum Variegata – Pflege
Standort & Licht
Helles, indirektes Licht bringt die Panaschierung dieser Sorte am kräftigsten zur Geltung, ein Platz nah am Ost- oder Westfenster ist ideal. Erfreulich anpassungsfähig kommt sie aber auch mit schattigeren Ecken zurecht, wächst dort dann allerdings langsamer und die weißen Blattanteile fallen blasser aus. Direkte Mittagssonne sollte trotzdem gemieden werden, da sie die Blätter verbrennen kann.
Gießen
Die obersten 3 bis 5 cm des Substrats dürfen zwischen den Wassergaben antrocknen, komplettes Vertrocknen verzeiht diese Sorte dabei deutlich besser als Staunässe. Hängende oder schlaffe Blätter sind ein zuverlässiges Signal für Wassermangel, gelbe Blätter mit dunklen Flecken dagegen eher ein Zeichen für zu viel Nässe. Überschüssiges Wasser im Untersetzer sollte immer abgegossen werden.
Düngen
In der Wachstumsphase von Frühjahr bis Sommer reicht ein gut verdünnter Flüssigdünger etwa alle 4 bis 6 Wochen aus, im Herbst und Winter wird die Düngung eingestellt. Als Richtwerte für die Gattung gelten ein pH-Wert von etwa 5,5 bis 6,5 sowie eine Leitfähigkeit des Gießwassers von grob 1,0 bis 2,0 mS/cm. Steht die Pflanze im Herbst und Winter nur am Fenster, wird durch das schwächere Licht ohnehin nicht mehr gedüngt; unter ganzjährig heller Pflanzenlampen-Beleuchtung kann dagegen etwas länger im normalen Rhythmus weitergedüngt werden.
Wir wechseln bei unseren eigenen Pflanzen bewusst zwischen verschiedenen Düngern – aktuell unter anderem COMPO COMPLETE, Foliage Focus, Liquid Gold Leaf und Hesi TNT-Complex, ergänzt bei Bedarf um Hesi Wurzel-Complex, Hesi PowerZyme und CalMag.
Substrat
Ein grobstückiges, gut durchlässiges Substrat aus Kokoserde, Perlit und etwas Rinde sorgt für die richtige Balance zwischen Feuchtigkeitsspeicherung und Drainage. Ein Topf mit ausreichend Abzugslöchern ist wichtig, umgetopft wird meist etwa einmal jährlich oder sobald sich der Wurzelballen verdoppelt hat.
Luftfeuchtigkeit & Temperatur
Diese Sorte gehört zu den toleranteren Aroiden, wenn es um Luftfeuchtigkeit geht, und kommt auch in trockeneren Wohnräumen gut zurecht. Höhere Werte fördern trotzdem ein sattgrüneres, kräftigeres Wachstum, ein Luftbefeuchter oder ein Platz zusammen mit anderen Pflanzen kann hier zusätzlich helfen. Bei der Temperatur liegt der Wohlfühlbereich zwischen 18 und 27 °C, starke Temperaturschwankungen sollten vermieden werden.
Wachstum & Rankhilfe
Mit ihren Luftwurzeln klettert diese Sorte in der Natur an Baumstämmen empor und entwickelt an einer Moosstange deutlich größere, kräftigere Blätter als im freien Hang. Junge Blätter zeigen sich noch schmal und wechseln mit zunehmendem Wachstum zu länglich-lanzettlicher Form; die grün-limettenfarbene Streifung der Jungblätter hellt bei vielen Exemplaren mit der Reife zu einem cremigen Weiß auf. Bei reiner Fensterhaltung im Herbst und Winter verlangsamt sich das Wachstum durch das schwächere Licht spürbar; unter ganzjährig heller Pflanzenlampen-Beleuchtung bleibt der Wuchs dagegen weitgehend gleichmäßig.
Gut zu wissen
Epipremnum amplissimum ist eine eigenständige Art und stammt ursprünglich aus dem Gebiet von Neuguinea über Vanuatu bis in den Norden Australiens, wo sie epiphytisch an Baumstämmen wächst; ein botanisches Synonym ist Rhaphidophora amplissima. Anders als die stark zerschlitzten, gefensterten Blätter mancher verwandter Arten bleibt die Blattform dieser Art auch beim Klettern vergleichsweise einfach und ungeteilt.
Wie alle Aroideen enthält auch dieses Epipremnum vermutlich Calciumoxalat-Kristalle und sollte für Haustiere und Kinder daher vorsichtshalber außer Reichweite platziert werden.