Spathiphyllum ‘Blue Ice’ – Pflege
Standort & Licht
Mittleres bis helles, indirektes Licht bringt die kühle, silbrig-grüne Blattfarbe dieser Sorte am besten zur Geltung. Direkte Sonne verbrennt die Blätter schnell, ein Platz auch etwas abseits vom Fenster wird noch gut vertragen – das Wachstum und die Blütenbildung fallen dann allerdings etwas zurückhaltender aus.
Gießen
Das Substrat sollte gleichmäßig feucht gehalten werden, ohne dass die Wurzeln komplett austrocknen oder dauerhaft im Nassen stehen. Hängende Blätter sind bei dieser Pflanze ein zuverlässiges, gut sichtbares Signal für Wassermangel und erholen sich nach dem Gießen meist schnell wieder – regelmäßiges Kontrollieren ersetzt daher ein starres Gießschema. Überschüssiges Wasser im Untersetzer sollte trotzdem abgegossen werden, um Wurzelfäule vorzubeugen.
Düngen
Während der Wachstums- und Blütephase freut sich diese Pflanze etwa alle 2 bis 3 Wochen über einen gut verdünnten Flüssigdünger, im Herbst und Winter reicht eine deutlich reduzierte Gabe oder ganz ohne. Das Einblatt gilt als recht salzempfindlich, daher lieber sparsamer dosieren und den Dünger stets ins bereits feuchte Substrat geben, damit er sich gleichmäßig verteilt – als Richtwert für die Leitfähigkeit des Gießwassers eignet sich grob 1,0 bis 1,5 mS/cm, eher am unteren Ende. Zu hohe Konzentrationen zeigen sich sonst schnell an braunen Sprenkeln auf den Blättern.
Richtwert für Spathiphyllum (mehrfach bestätigt): pH 5,0–6,0
Wir wechseln bei unseren eigenen Pflanzen bewusst zwischen verschiedenen Düngern – aktuell unter anderem COMPO COMPLETE, Foliage Focus, Liquid Gold Leaf und Hesi TNT-Complex, ergänzt bei Bedarf um Hesi Wurzel-Complex, Hesi PowerZyme und CalMag.
Substrat
Ein humoses, gut wasserdurchlässiges Substrat mit etwas Perlit oder Blähton für die Durchlüftung der Wurzeln eignet sich gut. Einfache, günstige Blumenerde ohne weitere Zusätze puffert Nährstoffe und Feuchtigkeit oft nicht zuverlässig genug, eine hochwertigere Mischung lohnt sich daher. Umgetopft wird meist einmal jährlich im Frühjahr, bis die für diese kompakte Sorte typische Endgröße erreicht ist.
Luftfeuchtigkeit & Temperatur
Mit normaler Wohnraumluft kommt diese Sorte gut zurecht, schätzt aber höhere Luftfeuchtigkeit sichtlich und dankt sie mit saftigerem Wachstum. Ein Luftbefeuchter in der Nähe oder gelegentliches Besprühen der Blätter helfen hier zusätzlich. Bei der Temperatur liegt der Wohlfühlbereich zwischen 18 und 27 °C; unter 15 °C verzögert sich die Blütenbildung spürbar, ein Platz direkt über der Heizung sollte wegen der dort zu trockenen Luft vermieden werden.
Wachstum & Form
‘Blue Ice’ bleibt vergleichsweise kompakt und eignet sich damit auch für kleinere bis mittlere Töpfe. Die Blätter zeigen sich jung besonders leuchtend in frostigem Mint, während ältere Blätter zu einem kühlen, etwas gedeckteren Grün nachdunkeln – ein fließender Farbverlauf, der der Pflanze ihren “Eis”-Namen einbringt. Unter guten Bedingungen erscheinen die typischen weißen Blüten der Gattung. Direkt nach dem Kauf reagiert diese Sorte empfindlicher auf Transport, Standort- und Klimawechsel als andere Einblätter, eine kurze Eingewöhnungsphase mit hängenden oder etwas schlaffen Blättern ist daher normal. Bei reiner Fensterhaltung im Herbst und Winter verlangsamt sich das Wachstum durch das schwächere Licht spürbar und die Blüte bleibt eher aus; unter ganzjährig heller Pflanzenlampen-Beleuchtung blüht sie dagegen auch in der dunkleren Jahreszeit eher weiter.
Gut zu wissen
Spathiphyllum gehört zur Familie der Aronstabgewächse und stammt ursprünglich aus dem tropischen Amerika. ‘Blue Ice’ unterscheidet sich von den klassischen, tiefgrünen Einblatt-Sorten durch ihre kühle, silbrig-bläuliche Blattfärbung und gilt trotz des zarten Aussehens als robust und pflegeleicht.
Wie alle Aroideen enthält auch dieses Einblatt Calciumoxalat-Kristalle und ist für Haustiere und Kinder bei Verzehr reizend – am besten außer Reichweite platzieren.